Das Theater und seine Stück-Geschichte
1997: Gründung des Theater Endlichs
durch Hedda Rau und Kathrin Unger1998: Premiere von "Ich bleibe wo ich bin"
Regie: Kathrin Unger, Hedda RauWir begannen unsere Arbeit mit der Ausdrucksschulung des Körpers. Nach Vorgaben wie z.B.: "Du bewegst dich traurig, wütend, fröhlich" übten sich die Darsteller in der Improvisation. Immer neue Bilder entstanden, alte wurden verworfen, bestehende immer ausgefeilter, ordneten sich einander zu, wurden gemeinsam in einen geformten Kontext gebracht. Die Basis für das Stück “Ich bleibe, wo ich bin" war geschaffen.
2000: Premiere von "Galilelo oder wie der heißt"
Regie: Kathrin Unger, Hedda RauIm Mittelpunkt steht das Gefühlsleben des Wissenschaftlers
mit den „Sternen in den Augen“, seine Euphorie
über seine Erkenntnisse, sein Glück, als andere
ihm zuhören, sein Staunen über die Ignoranz
der Mächtigen, seine Furcht vor der Inquisition,
seine Verzweiflung in der Haft, aber auch seine Hoffnung,
dass ein „winziger Tropfen Vernunft eines Tages
doch mehr wert sei, als die Autorität Tausender
von Meinungen“.
Die Probenarbeit wurde unterstützt von Toon Baro
vom Theater Tartaar/Belgien.
2003: Premiere von "tango im asyl - mit Esmeralda & Quasimodo & uns"
Regie: Hedda Rau, Martin von Hoyningen HueneAusgeschlossen sein und nicht zu wissen, warum. In eine Rolle gezwängt zu sein, die gefangen hält. Erwartungen nicht zu erfüllen. Das sind Dinge, die wir alle aus unserem Leben genau kennen, die uns immer wieder passieren. Und die auch Esmeralda und Quasimodo geschehen sind in Victor Hugos Roman "Der Glöckner von Notre Dame".
Festival "Wechselblick"
mit ausgewählten Filmen im Cinemaxx, Ausstellung in der Rotunde der Öffentlichen Versicherung Braunschweig, einem Gastspiel des Theaters Tartaar/Belgien, einer Lesung von Texten des autistischen Autors Birger Selin und den MusikerInnen der Kellogg`s Family/Lebenshilfe Helmstedt -Wolfenbüttel. Link auf Lebenshilfe He-Wf
2005: Premiere von "In die Sonne - Geschichten vom Aufbruch"
Regie: Martin von Hoyningen Huene, Andrea KurmannWas denkt Eva, bevor sie in den Apfel beißt? Was für Chancen tun sich auf, was für Gefahren lauern in der Ungewissheit eines neuen Weges? Was für unendliche Möglichkeiten bieten sich im Aufbruch? Oder ist es nur ein Absturz? In diesem Gedankenausschnitt, der sich in Evas Kopf abgespielt haben könnte, liegt die Quelle für unzählige Geschichten.
2007: 10 Jahre Theater Endlich
- große Geburtstagsfeier im Cinemaxx Braunschweig mit geladenen Gästen (u.a. das Streichquartett des Gewandhausorchesters Leipzig)
Premiere von "Elemente:Wasser"
Regie: Martin von Hoyningen Huene, Andrea KurmannEine in berührender Intensität getanzte und gespielte Performance rund um den nassen Urstoff, gefüllt mit Geschichten von Gilgamesch, Jona, Kapitän Ahab, Undine und anderen archaischen Figuren.
Festival "Wechselblick"
Zum zweiten Mal zeigen Schauspieler mit körperlicher
und geistiger Behinderung ihr Können auf der Bühne,
aber diesmal ist damit eine Fachtagung, ein Angebot an
hochklassigen Workshops aus den bereichen Theater, Musik
und bildender Kunst verknüpft.
Dozenten aus dem In- und Ausland geben Einblicke in Arbeitsansätze
und ermöglichen das gemeinsame Ausprobieren.
Premiere des Theater-Endlich- Films "Theater ist meine Heimat"
Regie: Martin von Hoyningen Huene, Andrea Kurmann, Faktotum MedienproduktionIn Zusammenarbeit mit der Evangelischen Stiftung Neuerkerode,
KuKuBi e.V. und Faktotum Medienproduktion entstand ein
Dokumentarfilm über die Arbeit und das Leben der
Schauspieler des Theater Endlich.
Proben, Aufführungen und das Leben "drumrum"
wurden während der letzten 5 Jahre filmisch begleitet.
In der Zeit sind die Stücke "tango im asyl
mit Esmeralda & Quasimodo & uns", "In
die Sonne - Geschichten vom Aufbruch" und "Elemente:
Wasser" entstanden.
2008: "such mich" - Endlich & Kollegen
Im 140. Bestehensjahr der Evangelischen StiftungNeuerkerode ist eine Gemeinschaftsproduktion vom Theater
Endlich mit dem Kurs "Darstellendes Spiel"
der IGS Franzsches Feld unter dem Titel "such mich"
entstanden.
In gemeinsamer intensiver Probenarbeit mit vielen Improvisationen
entstand ein collagenartiges Bühnenstück,
das die unterschiedlichen Begegnungsformen durch Tanz,
Dialog und Rhythmus einfängt und in Szenen und
Geschichten von der Suche nach Wahrhaftigkeit, nach
sich selbst und nach dem Anderen, dem Fremden erzählt.
2009: CAFÉ OLYMP - Endlich & Kollegen
Das 140. Bestehensjahr der Evangelischen Stiftung Neuerkerode stand für das Theater Endlich unter dem Motto „Begegnungen“. Nach einem Projekt mit SchülerInnen im ersten Halbjahr 2008 konnten wir zum Ende des Jahres Gäste ins Boot holen, die aus unterschiedlichen Bereichen der Theater- und Bühnenkunst kommen: freie Szene, Staatstheater, Tanztheater, Sprechtheater; d.h. unterschiedliche Hintergründe und damit unterschiedliche Arbeitsansätze.





